10.12.06
Die Ausschreibung der Ersten Schweizerischen Geschichtstage zum Thema „Zeiten des Umbruchs“ ist unter Historikerinnen und Historikern der Schweiz und des Auslandes auf grosses Interesse gestossen. Über 180 Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland werden erwartet. 43 Panels, die alle Bereiche und Epochen der Geschichte abdecken, setzen sich mit dem Verhältnis von Kontinuität und Wandel in der Geschichte auseinander. Organisiert werden die Geschichtstage von der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte SGG in Zusammenarbeit mit dem historischen Institut der Universität Bern.
Wie liebte der „Neue Mensch“ in der sowjetischen Stalinzeit? Ist im 21. Jahrhundert Nationalgeschichte noch schreibbar? Stellt der 11. September 2001 einen Umbruch dar?
Diese und zahllose andere Fragen zum Thema der Umbrüche in der Geschichte werden an den Ersten Schweizerischen Geschichtstagen aufgeworfen und diskutiert werden.
Ziel der Tagung ist die Vorstellung von Forschungsergebnissen und die Förderung des Gesprächs zwischen der Schweizerischen Geschichtswissenschaft und der internationalen Forschung. Ausserdem sollen junge Nachwuchshistorikerinnen und -historiker die Gelegenheit erhalten, sich zu profilieren, auszutauschen und wichtige Kontakte zu knüpfen.
Spannende Beiträge nationaler Vereine
Am Programm beteiligen sich auch diverse nationale Vereinigungen und Institutionen. So beleuchtet beispielsweise der Verein Schweizerischer Geschichtslehrerinnen und Geschichtslehrer VSGs die Problematik des Geschichtsunterrichtes in Zeiten des Umbruchs. Geschichtsbilder sind oft trotz neuer Erkenntnisse der Geschichtswissenschaft hartnäckig in den Köpfen der Menschen verankert. Der VSGs beleuchtet die Rolle und die Möglichkeit der Schule, diese Bilder und somit auch die kollektive Erinnerung zu beeinflussen.
Der Verein Geschichte und Informatik behandelt die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitsweise der Geschichtswissenschaften.
Mit Kontinuitäten und Umbrüchen in der schweizerischen Aussenpolitik von 1945–1964 befasst sich das Panel der Documents Diplomatiques Suisses DDS.
Das Historische Lexikon der Schweiz HLS nimmt die historische Lexikographie unter die Lupe und stellt dabei neben seinem Unternehmen auch „Wikipedia“ als Beispiel eines interaktiven Nachschlagewerks vor.
Festvorträge und Kultur
Ein attraktives Rahmenprogramm begleitet die Tagung. Für Festvorträge konnten drei international renommierte HistorikerInnen gewonnen werden: Arlette Farge, Forschungsleiterin des Pariser Centre National de la Recherche Scientifique CNRS, Françoise Thébaud, Professorin für Zeitgeschichte der Universität Avignon, und Wolfgang Reinhard, em. Professor für Frühe Neuzeit der Universität Freiburg i.Br., werden sich mit dem Tagungsthema auseinander setzen.
Führungen im Schweizerischen Bundesarchiv und in der Schweizerischen Landesbibliothek, im Zentrum Paul Klee und im Historischen Museum runden das Programm ab.
Tina Grauwiller
contact:
Weitere Informationen zur Tagung, Detailinformationen zu einzelnen Panels und zum Rahmenprogramm finden sich auf der Tagungs-Website
Anmeldungen zur Tagung sind direkt über diese Seite möglich. ACHTUNG: Frühbucher profitieren bis zum 31. Dezember 2006 von einem verbilligten Tarif. Mitglieder der SGG und Studierende erhalten Eintritt zu reduzierten Preisen.
zurück