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Dritter Leipziger Kongress für Information und Bibliothek - Streifzüge

03.04.07
Der 3. Leipziger Kongress für Information und Bibliothek wurde vom 19.-22. März 2007 unter dem Titel „Information und Ethik“ durchgeführt (http://www.bid-kongress2007.de/). Nachdem der Deutsche Bibliothekartag bereits in den Jahren 2000 und 2004 in Leipzig stattfand, reisten auch diesmal wiederum viele Interessierte aus der „bibliothekarischen Fachwelt“ zu dieser Weiterbildungsveranstaltung (der nächste Kongress in Leipzig wird 2010 abgehalten). Neu in diesem Jahr war die Anwesenheit eines „Gastlandes“, vertreten durch Dänemark.

Die Dänen und alle übrigen nordischen Länder zeichnen sich bekanntlich durch grosse Innovationskraft im Bibliothekswesen aus, was durch verschiedene Präsentationen wie z.B. „Innovationsstrategien in den dänischen Öffentlichen Bibliotheken“ zum Ausdruck gebracht wurde.
Das etwas „übervolle“ Programmangebot führte leider
immer wieder zu Überschneidungen diverser Veranstaltungen, so dass ich keine Gelegenheit hatte, mir die Ausführungen des dänischen Referenten anzuhören.
Ich möchte lediglich auf eine kürzlich erschienene
Publikation über nordische Bibliotheken hinweisen:
Nordic public libraries in the knowledge society,
hrsg. von der Danish National Library Authority (2007), verfügbar in einer gedruckten und elektronischen Version (elektronisch unter:
http://www.bs.dk/publikationer/english/nnpl/index.htm).

Anschliessend einige grössere und kleinere Streifzüge
durch die Kongresstage:
- Veranstaltungen, Diverses
- Aussteller
- Publikationen
 
 
Veranstaltungen, Diverses
Im Block „Neue Formen der Informationsvermittlung“ wurde einerseits die digitale Auskunftsvermittlung des Bibliotheksservice Zentrums (BSZ) Baden-Württemberg (http://titan.bsz-bw.de/cms/entwickl/virtausk/) vorgestellt, anderseits über die ersten Erfahrungen mit dem virtuellen Auskunftsverbund „DigiAuskunft“ (http://www.hbz-nrw.de/angebote/digiauskunft/) berichtet, was eigentlich nicht viel Neues beinhaltete.

 

Interessant waren die Ausführungen über Econdesk
(http://www.econdesk.de) von Frau Krüger, welche vor allem über Erwartungs- und Qualitätsmanagement beim Auskunftsdienst sprach.
Mit Erwartungsmanagement meint sie die Steuerung von Nutzererwartungen, was durch folgende drei Punkte erreicht wird:

 

  • Erwartungssteuerung (was erwartet der Nutzer, auch abhängig von seinen Vorkenntnissen)

     

  • Empfehlungssteuerung (z.B. mit Tools wie „Tell-a-friend-button“ auf der Website)

     

  • Erfahrungssteuerung (Feedback der KundInnen)

     

Ich selbst präsentierte ein Szenario zu „Mobiler Auskunft“; dabei stellte ich einen Bibliothekskunden in den Mittelpunkt, der als einziges Arbeitsinstrument nur noch seinen „Digitalen Assistenten“ (PDA) oder sein Handy haben möchte, um damit alle Tätigkeiten erledigen zu können (vom Recherchieren über das Verfassen von Texten usw.)…

 

Eine weitere umfangreiche Veranstaltung war den „Portalen“ gewidmet: Virtuelle Fachbibliotheken – Die Zusammenarbeit von Bibliothek und Wissenschaft bei der Aufbereitung und Vermittlung von Information. Daraus möchte ich auf einige bedeutende Neuigkeiten bzw. Ankündigungen aufmerksam machen:

 

Die virtuelle Fachbibliothek zu den Bibliotheks-,
Buch- und Informationswissenschaften, b2i: http://www.b2i.de, ist bereits als Prototyp abfragbar und beinhaltet u.a. einen Guide mit interessanten Links; besonders erwähnenswert ist die „Wolfenbütteler Bibliographie zur Geschichte des Buchwesens“ (1840-1980), die als kostenlose Datenbank zugänglich ist: http://dbs.hab.de/wbb/index.htm.

 

Im Bereich allgemein Öffentliche Bibliotheken wurde am Kongress ein neues Kinder- und Jugendbuchportal freigeschaltet, welches Informationen über deutschsprachige Kinder- und Jugendbuchautoren und Kinderbuchillustratoren der zweiten Hälfte des
20. Jahrhunderts  zur Verfügung stellt: http://www.goethe.de/kue/lit/prj/kju/deindex.htm.

 

 
Aussteller

Ovid wird im Herbst 2007 mit einer ganz neu gestalteten Suchoberfläche aufwarten, laut Anbieter natürlich unter Einbezug der neusten technologischen Entwicklungen…
Die Firma „Proquest“ wurde von CSA übernommen

(dies wurde jedoch schon vor dem Kongress bekannt).
DiViBib (http://www.divibib.com/), die Digitale Virtuelle Bibliothek, ist ein neues Angebot, das deutschsprachige E-Books bereitstellt; Zielgruppe sind vor allem allgemein Öffentliche sowie kleinere Bibliotheken.
Die Stadtbibliotheken Köln und Würzburg gehören zu den ersten, die diese Dienstleistungen nutzen.

 

 

Publikationen

 

Strauch, Dietmar; Rehm, Margarete. Lexikon Buch – Bibliothek – Neue Medien, 2. aktual. und erw. Ausg. 2007 http://www.saur.de/index.cfm?lang=DE&ID=0000016056

 

 

B.I.T. online innovativ; Bd. 14: Was tun?
Enthält:
  • Digitale Buchformen in Bibliotheken von Christiane Oehlke
  • Open Access in der deutschen Bibliotheks-, Informations- und Dokumentationsszene von Julia Hinz und Jochen Stier
  • Online-Collaboration mit Wikis in Bibliotheken von Christina Bertram
Annekäthi Weilenmann
Publikumsinformation
Schweizerische Nationalbibliothek NB

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