Seit Jahresbeginn wird im Bayerischen Hauptstaatsarchiv ein von der
Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Projekt zum Aufbau
eines Portals für größere Bestände von digitalisierten Urkunden des
süddeutschen Raumes durchgeführt. Fördermittel sind zunächst für einen
Zeitraum von zwei Jahren bereitgestellt worden (vorgesehene Gesamtdauer:
36 Monate).
Ein kleinerer Teil der Urkunden ist bereits im Sommer 2007 digitalisiert worden, die restlichen ca. 25.000 Stücke werden derzeit eingescannt.
Das internationale Projekt "Monasterium" hat sich zum Ziel gesetzt, ein virtuelles Urkundenarchiv der mitteleuropäischen Klöster und Bistümer zu schaffen. Beteiligt sind derzeit neben Bayern viele Archive in Österreich, Tschechien, der Slowakei, Slowenien, Ungarn und der Schweiz.
Erste Ergebnisse können bereits über das "Länderportal Bayern" (
www.monasterium.net; www.monasterium-bayern.net) von der Forschung genutzt werden.
Als erste größere Veranstaltung im Rahmen des DFG-Projekts fand am 24. April 2008 in Burghausen die Präsentation der Urkunden des Zisterzienserklosters Raitenhaslach im Internet statt. Die über 1400
Urkunden der Zisterze wurden im Rahmen eines gut besuchten Festakts durch die Leiterin der Generaldirektion der staatlichen Archive Bayerns, Frau Dr. Ksoll-Marcon, "freigeschaltet". Am 13. Juni fand in Stift Reichersberg (Innviertel, Österreich) unter Beteiligung der bayerischen Archivverwaltung die Veranstaltung "Virtuelle Netzwerke. Die Archive Österreichs und Bayerns im Internet" statt, bei der insbesondere die Urkunden-Länderportale Bayerns und Oberösterreichs im Mittelpunkt standen.
Quelle:
www.monasterium-bayern.net