Commentaires Résumé
2011/3 Elektronische Bibliothek Schweiz

e-rara.ch: ein Schweizer Digitalisierungsprojekt mit internationaler Ausstrahlung

Commentaires Résumé

Mit rund 5000 Titeln aus fünf Jahrhunderten der Buchgeschichte (Stand: August 2011) kann sich das Angebot www.e- rara.ch heute auch im internationalen Vergleich durchaus sehen lassen. Dank der Initiative von e-lib.ch digitalisieren Schweizer Bibliotheken erstmals über Sprach- und Verbundgrenzen hinweg flächendeckend ihre alten Buchbestände und präsentieren diese in einer gemeinsamen Online-Plattform. Reaktionen von Benutzenden aus dem In- und Ausland bestätigen, dass damit eine empfindliche Lücke im wissenschaftlichen Informationsangebot geschlossen wird.

In Sachen Digitalisierung von Bibliotheksbeständen befindet sich die Schweiz im Rückstand. Zwar gab es in den vergangenen Jahren durchaus einzelne Aktivitäten in grösserem oder kleinerem Umfang, und Schweizer Bibliotheken artikulierten schon seit langem den Wunsch, ihre alten Drucke koordiniert zu digitalisieren – doch es mangelte bislang an Ressourcen und konkreten Initiativen. Mit der Lancierung des nationalen Innovations- und Kooperationsprojekts e-lib.ch im Jahr 2007 kam nun erstmals ein entscheidender finanzieller Impuls und damit die Chance, ein kooperatives Digitalisierungsvorhaben auf nationaler Ebene zu realisieren. Dies war die Geburtsstunde von e-rara.ch, der Präsentationsplattform für digitalisierte alte Drucke aus Schweizer Bibliotheken.

Federführend im Projekt war und ist die ETH-Bibliothek, dort wurde der Projektantrag ausgearbeitet, dort liegen heute die Projektleitung sowie Hosting und Betrieb der Plattform. Doch es ist klar, dass ein Projekt von nationalem Ausmass nur erfolgreich sein kann, wenn von Anfang an starke Partner mit im Boot sind: Die Zentralbibliothek Zürich, die Universitätsbibliotheken Basel und Bern und die Bibliothèque de Genève erklärten sich bereit, das Projekt mitzutragen und sich aktiv am Aufbau der neuen Plattform zu beteiligen. Um die vielfältigen Aufgaben des Projekts bewältigen zu können, erwies sich eine Unterteilung in vier Teilprojekte als sinnvoll: Die Projektteams Inhalte, Digitalisierung, Metadaten und Online-Plattform setzten sich aus je einem Vertreter der beteiligten Institutionen zusammen. Somit konnten alle Projektpartner ihr Know-how und ihre individuellen Anforderungen einbringen und an der Formulierung der Projektziele mitarbeiten. Ein Ziel, das sich erst im Laufe der konkreten Projektarbeit herauskristallisierte, war beispielsweise der Aufbau einer leistungsfähigen Inhouse-Digitalisierung an den Standorten der Projektpartner. Somit sind diese in der Lage, ihre wertvollen alten Buchbestände selber zu digitalisieren, und können ihre Infrastruktur bei Bedarf auch kleineren Bibliotheken ohne eigene Digitalisierungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen.

Themenvielfalt mit nationalem Schwerpunkt 

Bei einer nationalen Digitalisierungsplattform ist es naheliegend, dass hinsichtlich der Inhalte ein gewisser Fokus auf Büchern aus der Schweiz oder mit einem Bezug zur Schweiz liegt. Ein erster wichtiger Schwerpunkt ist die Digitalisierung der Schweizer Drucke des 16. Jahrhunderts. Damit erschliesst sich eine kultur- und wissenschaftshistorisch bedeutsame Epoche, insbesondere mit Blick auf die Schweizer Reformationsgeschichte. Viele der Schweizer Drucke des 16. Jahrhunderts waren bis anhin noch gar nicht oder nur unvollständig in den elektronischen Bibliothekskatalogen erfasst. Dies wurde jetzt für e-rara.ch nachgeholt und stellt ein ganz wichtiges Nebenprodukt des Projekts dar: Die Schweizer Druckproduktion des 16. Jahrhunderts wird erstmals in ihrer Gesamtheit bibliographisch aufgearbeitet. Damit bildet e-rara.ch eine wertvolle Ergänzung zu den bereits laufenden Digitalisierungsvorhaben der Bayerischen Staatsbibliothek München und anderer deutscher Bibliotheken im Rahmen des VD 16. Um Doppeldigitalisierungen in grösserem Umfang zu vermeiden, gleichen die UB Basel und die UB Bern ihre Titel mit den Digitalisierungsabsichten der BSB München und der ULB Halle ab. Echtes Neuland betritt das Projekt bei den Drucken aus der französischsprachigen Schweiz. Hier ist die Situation so, dass von den mehr als 3000 für die Digitalisierung identifizierten Titeln nur zwei Drittel überhaupt in Schweizer Bibliotheken greifbar sind. Der Rest ist im Ausland verstreut. Der Einkauf von Fremddigitalisaten kann diese Lücke vielleicht teilweise schliessen. Ein Fernziel ist es, alle Schweizer Drucke des 16. Jahrhunderts dereinst in e-rara. ch zu vereinen, und sei es auch nur in Form von bibliographischen Nachweisen und Links auf externe Angebote.

Neben diesem nationalen Schwerpunkt, der bereits mehr als 2900 Titel umfasst (Stand: August 2011), werden auch Bücher nach thematischen Kriterien digitalisiert, etwa historische Werke der Astronomie oder Mathematik. Drei kleinere Digitalisierungsprojekte der BPU Neuchâtel und der Bibliothèque des Pasteurs wurden an e-rara.ch angegliedert. Die Digitalisierung von Schweizer Drucken dehnt sich auf das 15., 17. und 18. Jahrhundert aus. Mit dem zunehmenden Interesse anderer Schweizer Bibliotheken, an e-rara.ch zu partizipieren, wächst die thematische Vielfalt. Die Stiftung der Werke von C.G.Jung, Zürich, ist mit einer Kollektion von alchemistischen Frühdrucken aus dem Privatbesitz des Schweizer Psychologen präsent. Seit Anfang dieses Jahres ist mit der Biblioteca Salita dei Frati, Lugano, auch eine Bibliothek aus dem Tessin vertreten und trägt mit ihren italienischsprachigen Kollektionen dazu bei, die Plattform e-rara.ch im italienischen Sprachraum bekannt zu machen. Weitere Bibliotheken, deren Bestände für die Komplettierung der Schweizer Drucke des 16. Jahrhunderts benötigt werden, ergänzen die Palette: Kooperationen bestehen mit den bereits erwähnten Neuenburger Bibliotheken, den Kantons- und Universitätsbibliotheken von Fribourg und Lausanne und der Bibliothek des Musée Historique de la Réformation in Genf; weitere werden folgen.

e-rara.ch als Spiegel der Schweizer Bibliothekslandschaft 

Die Vielfalt und Heterogenität der Inhalte und der beteiligten Bibliotheken spiegelt sich in der Komplexität der Anforderungen, die sich an das Gesamtsystem stellen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Integration der bibliographischen Metadaten. Hier ist die Grundvoraussetzung, dass die bestehenden Bibliotheks-OPACs als Quellsystem dienen. Es soll kein Sekundärkatalog in e-rara.ch aufgebaut werden. Idealerweise erfolgt der Zugriff auf die Katalogdaten online via Z39.50-Schnittstelle. Die für e-rara.ch notwendigen Metadaten werden direkt importiert, eine Aktualisierung ist jederzeit möglich.

Eine direkte Kataloganbindung existiert derzeit für die Verbundsysteme RERO, NEBIS, IDS Basel Bern und Sis- tema Bibliotecario Ticinese. In Ausnahmefällen werden die Metadaten über Excel- oder CSV-Dateien importiert. Dies ist der Fall bei den Daten aus dem GLN 15-161, wo kein Online-Zugriff auf die Datenbank möglich ist. Auch für Bestände aus Bibliotheken, die keinen Online-Katalog haben, muss dieses Verfahren herangezogen werden. Eine Aktualisierung der Metadaten oder Änderungen im Metadaten-Mapping gestalten sich bei diesem Verfahren naturgemäss schwieriger.

Um die Interoperabilität mit anderen Systemen weltweit zu gewährleisten, setzte man bei den Metadaten von Anfang an auf offene Standards wie MODS und METS. Das Mapping der bibliographischen Metadaten von MARC 21 nach MODS erfolgt nach dem internationalen Standard der Library of Congress2. Die Konfiguration von Abweichungen vom Standard-Mapping, die in spezifischen Katalogisierungspraktiken eines Verbundsystems begründet sind, ist aber in der Regel möglich. Insgesamt ergeben die bibliographischen Metadaten in e-rara.ch ein recht einheitliches Bild. Ein ungelöstes Problem sind allerdings derzeit noch die je nach Verbundsystem unterschiedlichen Ansetzungsformen von Autoren, Druckern und Druckorten. Wer beispielsweise nach Werken des Zürcher Universalgelehrten Konrad Gessner sucht, muss auch die Namensvariante Conrad Gesner berücksichtigen. Die Suche nach einem Verfahren zur Vereinheitlichung der verschiedenen Normdaten innerhalb von e-rara.ch steht auf der Agenda.

Ein flexibles Software-Tool für einen anspruchsvollen Workflow 

Der parallele Zugriff auf verschiedene Bibliothekskataloge und eine flexible Gestaltung der bibliographischen Metadaten war nur eine der Anforderungen, die sich an das e-rara-System stellten. Eine weitere war die Unterstützung eines komplexen Workflows im Zusammenspiel mehrerer dezentraler Standorte mit einem zentralen Hosting. Die wichtigste Aufgabe im Projekt war daher die Beschaffung, Installation und Konfiguration eines geeigneten Instruments, das sämtliche Arbeitsschritte vom Import der Daten bis zur Präsentation der Digitalisate im Internet unterstützt. Das Projektteam unterzog drei geeignete Produkte einer Evaluation, ausgewählt wurde Visual Library. Die Software wurde zentral auf einem Server der ETH-Bibliothek installiert, die Projektpartner erhalten via RDP Zu- griff auf den Client.

Entstanden ist ein mandantenfähiges System, das die zentrale Bündelung von Technologie und Ressourcen bei gleichzeitig grösstmöglicher Autonomie der Partner erlaubt. Zentral organisiert sind der Datenimport, die Erzeugung und Speicherung der Derivate (d.h. der aus den digitalen Mastern erstellten JPEG- und PDF-Formate), die Metadatenabfrage aus den Bibliothekskatalogen sowie das Anlegen von Archivcontainern, sogenannten ZIP-Kapseln, in denen die originalen TIFF-Dateien zusammen mit den Metadaten im METS-XML-Format für die langfristige Aufbewahrung an die Projektpartner zurückgespielt werden. Die Projektpartner ihrerseits sind verantwortlich für die Auswahl der zu digitalisierenden Bücher, für die Digitalisierung und Qualitätskontrolle, die Lieferung der digitalen Daten, die Abnahme und die Freigabe der importierten Titel für die Publikation im Web sowie für die Anreicherung der digitalen Bücher mit strukturellen Metadaten. Der letztgenannte Arbeitsschritt besteht darin, dass bei Büchern ab einem Umfang von 100 Seiten die für die inhaltliche Struktur relevanten Elemente wie Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Kapitel oder Illustrationen erfasst und z.T. durch wörtliches Abschreiben der betreffenden Informationen (Kapitelüberschriften, Bildlegenden) beschrieben werden. Das Resultat ist ein virtuelles Inhaltsverzeichnis, das die Orientierung in umfangreichen Titeln erleichtert und zusätzliche Suchmög- lichkeiten erschliesst. Bei der Auswahl der Strukturelemente orientierte man sich am Metadatenset des DFG-Viewers – auch dies eine gute Voraussetzung für den Austausch mit anderen Systemen.

Alte Bücher modern präsentiert

Am 1. Oktober 2009 war die Plattform bereit für den produktiven Datenimport. Die abschliessenden Arbeiten am Webdesign nahmen dann nochmals einige Zeit in Anspruch, galt es doch eine Vielzahl von Wünschen der Projektpartner hinsichtlich Präsentation, Navigation und Personalisierung zu berücksichtigen, die über die Standardimplementierung von Visual Library hinausgingen und spezielle Entwicklungen notwendig machten. Am 15. März 2010 wurde die Website www.e-rara.ch dann offiziell aufgeschaltet. Sowohl die Medien als auch die Nutzer nahmen das neue Angebot sehr positiv auf. Die Website ist übersichtlich gestaltet und bietet die für solche Online-Angebote üblichen Funktionalitäten: Die digitalisierten Bücher können am Bildschirm durchgeblättert oder im PDF-Format heruntergeladen werden. Die thematische Gliederung in Kollektionen sowie der Browsing-Einstieg nach Titel, Autor, Erscheinungsjahr etc. ermöglichen einen raschen Überblick über das Angebot. Auch eine Anzeige der Bestände nach Bibliotheken ist möglich: Die Darstellung wird dann personalisiert, es erscheint das Bibliothekslogo und bei den fünf aktiven Projektpartnern auch ein individuelles Farbschema. Mit der Detailsuche kann man gezielt nach einzelnen Titeln recherchieren. Dabei ist die Suche sowohl über die bibliographischen Metadaten als auch über die Strukturdaten (Kapitelüberschriften etc.) möglich. Dank einem DOI als Persistent Identifier sind die digitalisierten Titel eindeutig zitierbar und dauerhaft adressierbar. Die Titelansicht in e-rara.ch verfügt über einen Link auf das Katalogisat im OPAC, das eine ausführlichere bibliographische Beschreibung bietet; umgekehrt sind in den meisten Bibliothekskatalogen die Titelaufnahmen mit dem Digitalisat in e-rara.ch verlinkt.

Es ist klar, dass sich e-rara.ch auf dem aktuellen Stand nicht einfach ausruhen wird. Eine konstante Weiterentwicklung, die mit dem technologischen Fortschritt und den Erwartungen der Nutzer Schritt hält, ist essentiell. Bereits hat eine expertenorientierte Evaluation der Website durch das e-lib.ch-Projekt ElibEval nebst einem sehr guten Gesamteindruck auch ein paar Schwachstellen in der Navigation zu Tage gefördert. Es ist geplant, diese im Rahmen einer grösseren Umgestaltung, die auch die Einbindung einer Facettensuche vorsieht, zu eliminieren. 

Eine weitere, benutzerorientierte Usability-Evaluation durch das e-lib.ch-Projekt ACCEPT wird ebenfalls Hinweise geben, in welche Richtung sich die Plattform weiterentwickeln soll. Ein wichtiges Desiderat ist die Volltextsuche. Die Einbindung einer OCR-Erkennung für Drucke des 19. Jahrhunderts ist noch für dieses Jahr vorgesehen, entsprechende Tests sind im Gang.

e-rara.ch als internationaler Player

Seit der Aufschaltung der Plattform wächst das Angebot um ca. 250 Titel pro Monat, und auch die Nutzungszahlen nehmen kontinuierlich zu. Im Mai 2011 waren durchschnittlich 1050 Zugriffe pro Tag zu verzeichnen. 75% der Nutzer kommen aus dem Ausland, davon 23% aus Deutschland, 17% aus den USA und 7,5% aus Frankreich. Die internationale Resonanz ist nicht zuletzt auch der Tatsache zu verdanken, dass die e-rara-Daten über eine OAI-PMH- Schnittstelle abgerufen werden können und bereits etliche Suchmaschinen und Portale diese Daten harvesten. Ein wichtiger Harvester und Multiplikator ist zweifellos die digitale Bibliothek der Bibliothèque nationale de France, Gallica, die e-rara.ch in den Kreis ihrer Partnerbibliotheken aufgenommen hat (und zwar das gesamte Angebot, nicht nur die Westschweizer Drucke). Die Einspielung der e-rara-Links in die VD16-Datenbank steht als nächster Schritt auf dem Plan. Weitere Kooperationen, etwa mit Europeana, sind angedacht.

Ursprünglich auf eine Laufzeit von 2008 bis 2011 angelegt, erfährt das Projekt e-rara.ch 2012 noch eine Folgefinanzierung. Die ETH-Bibliothek gewährleistet darüber hinaus den langfristigen Betrieb der Plattform. Nun gilt es, ein tragfähiges Kostenmodell und Organisationskonzept für Betrieb und Weiterentwicklung ab 2013 auszuarbeiten. Eine nachhaltige zentrale Finanzierung zumindest des Betriebs wäre natürlich wünschenswert und würde bestehenden wie künftigen Partnern die Partizipation erleichtern. Aber eines ist klar: e-rara.ch hat schon jetzt eine kritische Grösse erreicht und entwickelt sich zu einem zentralen Schweizer Portal für digitalisierte alte Drucke, mit einer Ausstrahlung weit über die Landesgrenzen hinaus.

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Franziska Geisser

Fachstelle Spezialsammlungen Online, ETH-Bibliothek Zürich

Résumé

E-rara.ch, la plateforme suisse de présentation pour les vieux imprimés numérisés des bibliothèques est en ligne depuis le 15 mars 2010. L’offre compte plus de 5000 titres, auxquels viennent s’ajouter quelque 250 nouveaux titres chaque mois. La plateforme est réalisée sous la houlette de e-lib.ch; elle est le fruit d’une coopération entre la Bibliothèque de Genève, la Bibliothèque de l’EPF de Zurich, la Bibliothèque de l’Université de Bâle et de Berne et la Bibliothèque centrale de Zurich. Les partenaires ont mis en place des centres de numérisation en propre et numérisent leurs livres sur place, à l’aide des technologies les plus modernes. De nombreuses phases de travail sont réalisées de manière décentralisée via un workflow piloté par logiciel (contrôle de la qualité des documents, enrichissement avec des métadonnées structurelles, présentation sur Internet). Le pilotage centralisé des processus et la gestion de la plateforme relèvent de la responsabilité de la Bibliothèque de l’EPF de Zurich. La priorité a été mise sur la numérisation des imprimés suisses du XVIe siècle. A cela s’ajoutent diverses collections thématiques, qui vont des débuts de l’imprimerie à 1900. De nombreuses autres bibliothèques suisses proposent également leurs collections. L’un des principaux défis de ce projet était l’intégration des métadonnées bibliographiques provenant des différents systèmes bibliothécaires. Les métadonnées agrégées dans le système e-rara sont éditées pour leur part dans des formats interopérables via une interface OAI-PMH. Ceci permet leur mise en réseau avec des portails généraux tels que Gallica et contribue à leur diffusion internationale. Grâce à sa structure bien pensée et à ses fonctionnalités conviviales, la plateforme e-rara.ch est très appréciée des utilisateurs. D’autres améliorations et développements techniques sont prévus, comme la recherche en plein texte et la navigation à facettes.